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Jeder Künstler ist Mittler und nicht Schöpfer seiner Werke.
Meine Arbeit gelingt mir am besten, wenn ich mich ganz  dieser kreativen Energie hingebe. Ich werde dann zum Beobachter. Plötzlich fange ich an, eine Linie, einen Punkt oder einen Fleck auf der Leinwand oder dem Papier zu sehen und umreiße sie; dann suche ich einen Ausgleich dafür. Irgendwo erscheint eine Farbe und möchte durch eine weitere ergänzt werden. Ich greife nicht ein, sondern trage das auf, was auf der Fläche sein soll; alles geschieht von allein und ohne Anstrengung.

Nur dann, wenn nichts mehr ergänzt werden kann, ist das Bild vollendet. In diesem Zustand wird nichts mehr verändert  oder verbessert.

Ich benötige nur Krat, um diesen besonderen Zustand aufrecht zu erhalten, den ich als ''Singen der Seele'' oder als ''Stilles Entzucken'' beschreiben kann. Für  mich sind das die kostbarsten Augenblicke. Das ist der ''Gipfel der Leidenschat''; dieser Zustand ist auch in unserem Alltag mehr oder weniger vorhanden. Das ist der ''Göttliche Funke'', der jedem Menschen innewohnt, und es hängt von jedem Einzelnen ab, wie stark dieser ''Funke'' den Lebensweg erhellt. Bei den meisten Menschen ist er kaum sichtbar, fast erloschen. Die Arbeit, der Kampf für das Entfachen des Feuers – das ist Schöpfung.